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Mombacher Wochenmarkt

aus sportausmainz.de vom 9.3.15

Alles wunderbar gelaufen – nur nicht für uns“

Fortuna Mombach kassiert bei Alemannia Waldalgesheim eine 1:7 (0:4)-Klatsche. Dennis Kirn muss erneut mit Gelb-Rot vom Platz.

Waldalgesheim. Der erste Spieltag nach der Winterpause hatte für den zur Attacke auf den zweiten Tabellenplatz blasenden Verbandsligisten Fortuna Mombach mit einer kalten Dusche geendet, der 0:2 Heimniederlage gegen den FV Dudenhofen. Eine Woche später absolvierte die Mannschaft von Thomas Eberhardt eine Einheit im Eiswasserschwimmen: Bei Spitzenreiter Alemannia Waldalgesheim gingen die Mainzer mit 1:7 (0:4) unter.

Es hatte nicht lange gedauert, bis das gute Gefühl, mit dem Eberhardt nach ansprechender Trainingswoche und Mannschaftssitzung der Einschätzung wich, „dass hier die eine Mannschat alles richtig- und die andere alles falschmacht. Leider waren wir die zweite…“ Die Partie hatte noch nicht richtig begonnen, da konnten die Gäste schon einen Haken dahintersetzen – nach nicht einmal einer Viertelstunde lagen die Mombacher mit 0:3 zurück. Deniz Darcan (9.), Oliver Hoch (10.) und Felix Pauer (13.) hatten die Führung herausgeschossen. „Drei Fehler, drei Torschüsse, drei Tore“, kommentierte Eberhardt trocken.

Wobei dies nicht als Kritik an Pasquale Patria gemeint war; der Mombacher Torwart verhinderte an diesem Nachmittag eine zweistellige Niederlage für den Verbandsliga-Vizemeister des Vorjahres.

0:3 nach 13 Minuten

„Das war absolut enttäuschend“, sagte der Trainer. „Sowohl, wie wir uns in dieser Anfangsphase abgestellt haben, als auch, wie wir mit dem Rückstand umgegangen sind. Dabei hatte er extra Neuzugang Glody Kuba und Andreas Rudolf in die Innenverteidigung sowie Dennis Kirn auf die Sechserposition gestellt. Eberhardt wollte ein zweikampfstarkes Zentrum auf dem Platz haben, zudem Spieler, die viel kommunizieren. Genutzt hat es nichts.

Gewiss, die Mombacher hatten es in dieser Saison schon einmal um ein Haar geschafft, eine Partie nach 0:3-Pausenrückstand und einem raschen vierten Gegentreffer nach der Halbzeit noch zu drehen. Ende September war dies der Fall, als sie in Ingelheim 3:4 unterlagen. Diesmal aber fiel das vierte Tor schon in der 22. Minute, Dominik Schindel war der Schütze. Und nach dem Seitenwechsel ging es munter weiter: 0:5 Lars Weingärtner per Freistoß (49.), 0:6 Schindel (59.), 0:7 Philipp Skiba (67.).

Nach freier Woche wäre es nicht schlimmer gekommen

„Für solche Leistungen ist der Zeitaufwand, den wir betreiben, zu hoch“, monierte Eberhardt. „Wir müssen nicht montags, mittwochs und freitags intensiv trainieren, wenn dann so etwas herausspringt. Da hätte ich der Mannschaft auch eine Woche freigeben können – schlimmer wäre es dann auch nicht gekommen.“

Warum seine Mannschaft der Alemannia in allen Belangen unterlegen war, vermochte der Trainer nicht zu erklären. Dass die Gastgeber als souveräner Tabellenführer auf dem Weg zurück in die Oberliga sind, reicht als Grund selbstverständlich nicht. „Ich muss mir doch nur die Namen in unserer Aufstellung anschauen, dann weiß ich, dass dies eine Mannschaft ist, mit der man nach Waldalgesheim fahren kann um zu gewinnen.“

Spieler sollen sich hinterfragen

In der Pause hätte der Fortuna-Coach gerne anders gewechselt, gleich drei seiner Akteure waren gelb-rot-gefährdet: Dennis Kirn, Jörg Cevirmeci und Krystian Borowski, der schon früh wegen eines unnötigen Foulspiels Gelb gesehen hatte. Doch Ivan Idzan musste wegen seiner in der Vorwoche erlittenen Fußverletzung vorzeitig passen, und aller drei Wechseloptionen mochte Eberhardt sich noch nicht berauben. „Aber fünf Minuten nachdem wir Faruk Celik für meinen Bruder gebracht haben, ist Dennis Kirn dann tatsächlich vom Platz geflogen.“ Schon eine Woche zuvor hatte der Routinier das Feld vorzeitig verlassen müssen. „Tja“, sagte Eberhardt galgenhumorig, „das ist alles wunderbar gelaufen – nur nicht für uns“.

Nach einer solchen Partie gebe es auch keinen Ansatzpunkt, etwas Positives herauszuziehen. Als solches ging selbst Mete Alp Akcays erstes Verbandsligator zum 1:7 (81.) nicht mehr durch. „In einem Spiel voller Stellungsfehler, in dem wie ständig hinterherlaufen, in dem wir alles falsch machen, kann ich nichts Positives erkennen“, sagte Eberhardt. „Ich erwarte von meinen Spielern, dass sie sich hinterfragen, dass sie selbstkritisch ihre Leistung beleuchten, und dass sie ab sofort anders auftreten.“