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Mombacher Wochenmarkt

Offenbach. Hochrechnungen sollten sie in dieser Situation nicht anstellen; das Ergebnis könnte sehr frustrierend ausfallen. Und es ist ja auch nicht unbedingt davon auszugehen, dass Fußball-Verbandsligist Fortuna Mombach in den restlichen Saisonspielen weiterhin so punktet, wie in den ersten vier Partien nach der Winterpause – nämlich gar nicht. Auch vom FSV Offenbach kehrte der Vizemeister des Vorjahres mit einer Niederlage zurück.

Einer „in meinen Augen unverdienten Niederlage“, wie Thomas Eberhardt das 1:2 (0:0) kommentierte. „Wir waren in der zweiten Halbzeit feldüberlegen, der Gegner ist mit seiner ersten Chance in Führung gegangen, aber wir haben auch nach dem 0:2 nicht aufgegeben.“ Das Engagement seiner Mannschaft sei mit dem Anschlusstreffer durch Marco Streker nur ungenügend belohnt worden. „Wir hätten anschließend auch noch einen Handelfmeter bekommen können“, berichtete der Mombacher Trainer. „Das war für das gute Schiedsrichtergespann sicher eine knifflige Szene, aber vorige Saison, als wir oben standen, hätten wir den Strafstoß gekriegt. Wenn du im hinteren Drittel stehst, kriegst du ihn nicht.“

Weder Glanz noch Gloria

Von einem guten Fußballspiel mochte Eberhardt nicht reden. Das sei zum einen auf dem schwer bespielbaren Platz unmöglich gewesen, zum anderen könne man von seiner Elf angesichts der jüngsten Negativserie „nicht unbedingt Glanz und Gloria erwarten. Aber wir hatten Laufbereitschaft, wir haben gekämpft wir sind auf die zweiten Bälle gegangen. Wir haben alles gut gemacht, bis auf die zwei Fehler vor den Gegentoren“.

Der erste Fehler resultierte daraus, dass es den Mombachern nicht gelungen war, ihre Überlegenheit in echte Torchancen umzumünzen und diese dann auch zu nutzen. „Aber sowohl die Spieler als auch ich hatten das Gefühl, dass wir jeden Moment in Führung gehen würden“, sagte der Coach. Aus diesem Gefühl heraus vernachlässigten die Gäste ein wenig die defensive Absicherung, drängten den Gegner in dessen Hälfte, rückten mit allen Mann auf – und fingen sich dann einen Konter. „Wir haben es nach Ballverlust nicht geschafft, den Gegner im zentralen Mittefeld zu stören“, monierte Eberhardt.

Vorige Saison passte alles, diesmal nichts

Dadurch gelangte der Ball zu Alexander Schneider und der schnelle Angreifer startete kurz hinter der Mittellinie einen Sololauf aufs Mainzer Tor. Zwei Möglichkeiten habe es noch gegeben, den Offenbacher zu stoppen: Entweder hätte der hinterherlaufende Glody Kuba die Notbremse ziehen und eine Rote Karte in Kauf nehmen müssen („Aber in Unterzahl hätten wir sicher nichts mehr gerissen), oder Pasquale Patria hält den Ball. Tatsächlich traf ein drittes Szenario ein: Schneider ließ dem Fortuna-Schlussmann keine Chance (75.). „Dieses 0:1 war für uns ein Schlag ins Gesicht“, sagte Eberhardt. „Und dann haben wir bei einem Standard nicht aufgepasst“ – Dominik Bach nutzte diesen Aussetzer per Kopf zum 2:0 (81.).

Abfinden mochte sich Eberhardt damit nicht. Der Trainer ließ nur noch mit einer Dreierkette verteidigen, schickte Innenverteidiger Kuba nach vorne, musste aber ansehen, dass dieser Schritt nicht zu mehr Gefährlichkeit führte. Strekers Schuss in den Winkel nach Flanke von Krystian Borowski blieb Ergebniskosmetik.

„Wo vorige Saison alles gepasst hat, passt diesmal nichts“, meinte Thomas Eberhardt. „Aber wir werden uns nicht damit abfinden. Wir wollen schnellstmöglich die Punkte einfahren, die wir zum Klassenverbleib brauchen.“ Denn, das weiß der Trainer auch ohne Hochrechnung: Wenn die Minusserie der Fortuna nicht reißt, rutscht das Team noch ein ganzes Stück tiefer in den Tabellenkeller…