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So langsam gehen die Vokabeln aus

Fortuna Mombach wartet weiter auf den ersten Sieg in diesem Jahr: Nach dem 0:2 (0:2) in Fußgönheim liegt eine Mammutaufgabe vor Trainer und Team, um nicht noch abzusteigen.
 

Fußgönheim. Um die Situation von Fortuna Mombach nicht Woche für Woche mit bereits verwendeten Begriffen und Formulierungen zu beschreiben, ist ein hohes Maß an Kreativität erforderlich. Nach acht sieglosen Spielen in diesem Jahr mit nur einem einzigen Punkt war das vom Duden vorgesehene Repertoire längst erschöpft – was also lässt sich nach dem neunten Teil dieser Serie, der 0:2-Niederlage beim ASV Fußgönheim hinzufügen?

Dass die Lage bedrohlich ist oder immer bedrohlicher wird? Hatten wir schon. Dass die Fortuna immer weiter abrutscht? Stimmt nicht, den zwölften Tabellenplatz haben die Mombacher schon eine Weile inne. Dass Verfolger SG Rieschweiler immer näher rückt? Trifft auch nicht zu. Zumindest nicht für diesen 27. Spieltag – allerdings, und das lässt den einen Zähler, den die Mainzer noch an Vorsprung haben, in einem schummerigen Licht erscheinen, war der Tabellendreizehnte am Wochenende nicht im Einsatz. Das Spiel der Rieschweiler gegen den FV Dudenhofen musste abgesagt und muss nachgeholt werden, und schon ein Unentschieden ließe die SG mit der Fortuna gleichziehen.

Und wieder so ein grober Fehler

„Was Rieschweiler macht, können wir nicht beeinflussen“, sagt Thomas Eberhardt. „Alles, was wir selbst tun können, ist, in den nächsten drei Wochen daran zu arbeiten, dass wir noch die nötigen Punkte holen. Egal, wie.“

Die Minusserie seit der Winterpause lässt darauf schließen, dass eine Mammutaufgabe vor dem Trainer und seinem Team liegt. Denn, das weiß auch der Coach, „mit jeder Niederlage geht auch wieder ein Stück Selbstvertrauen verloren“. Viel dürfte davon nicht mehr übrig sein, und da es den Mombachern obendrein nicht gelingt, die seit Monaten immer wieder zu Gegentreffern führenden individuellen Fehler abzustellen. Diesmal „hat ein Abwehrspieler in der eigenen Hälfte versucht, den Gegner auszudribbeln, statt den Ball zu schlagen“, klagte Eberhardt. Die Folge war das 0:2 durch Fisnik Myftari – und da waren erst 16 Minuten gespielt.

Wegen des ersten Gegentreffers haderten die Mombacher mit dem Unparteiischen. Der hatte laut Eberhardt zunächst eine Abseitsposition übersehen und im weiteren Verlauf dieses Angriffs einen Handelfmeter gegen Jörg Cevirmeci verhängt – „dabei war sein Arm am Körper angelegt, als er sich in den Schuss geworfen har“. Osman Sanli erzielte vom Punkt das 1:0 (6.). „Die gleiche Geschichte hat sich in der zweiten Halbzeit zugetragen“, berichtete der Fortuna-Coach. Mit zwei Unterschieden: Diesmal war ein Akteur der Gastgeber im eigenen Strafraum am Ball. Und diesmal pfiff der Referee nicht.

,Verpiss dich‘ mit Gelb-Rot bekräftigt

Zwei Distanzschüsse von Marco Streker und zwei Freistöße von Jens Eberhardt, die Kevin Knödler im ASV-Tor entschärfte waren die Offensivausbeute der Mainzer vor der Pause. Die größte Mombacher Chance nach dem Seitenwechsel hatte Stipan Jakic nach einem Pass von Igor Heitzmann in die Spitze, „aber diesmal hat der Assistent eine Abseitsposition gesehen“, ärgerte sich Eberhardt. „Wenn da das 1:2 fällt, wer weiß, was dann noch passiert…“

So aber passierte vor den Toren nichts Entscheidendes mehr. Dass Krystian Borowski in der 53. Minute die Gelb-Rote Karte sah, fand Thomas Eberhardt eine Unverschämtheit. „Boro hatte Gelb bekommen und wollte wissen, wofür. Und der Schiri sagt zum ihm ,Verpiss dich‘. Als Boro nachgefragt hat, was das soll, musste er gehen“, schilderte der Trainer die Szene. „So etwas geht überhaupt nicht. Die Schiedsrichter fordern immer Respekt ein, aber sie müssen auch mit den Spielern respektvoll umgehen.“