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Mombacher Wochenmarkt

Mombach zeigt Reaktion

VERBANDSLIGA Fortuna bezwingt Kandel 3:1 und rehabilitiert sich

MAINZ - Neue Aufstellung, neue Einstellung: Mit einer soliden Leistung besiegte Fußball-Verbandsligist Fortuna Mombach den bislang so starken Aufsteiger VfR Kandel 3:1 (1:1), und das hochverdient. Fortuna-Trainer Thomas Eberhardt hatte seine Mannen mit einer Dreierkette aufs Feld geschickt, die gegen den Ball zu einer sehr engmaschigen Fünferreihe wurde. Die Platzherren attackierten nicht mehr auf dem ganzen Feld und gingen mit hoher Staffelung ins Risiko, sondern sortierten sich, hielten die Reihen dicht und überrumpelten dann ihrerseits den Gegner – eine Taktik, mit der man in Kandel offenbar nicht gerechnet hatte. „Wir haben über die gesamte Spieldauer dominiert und daher verdient gewonnen“, strahlte Eberhardt.

Am Anfang wackelten die Füße noch etwas, die jüngste 3:4-Pleite in Ingelheim hatte Spuren hinterlassen. Aber die Mombacher redeten sehr viel auf dem Platz, bauten einander auch nach Fehlpässen auf. Das wurde belohnt: Nach Ljubo Draguns Pass spitzelte Ivan Idzan den Ball an Gäste-Keeper Julian Roth vorbei zum 1:0 (24.) ins Netz.

Der VfR war nur durch Standards gefährlich, sodass nur logisch war, dass Marc Kauthers Kopfball zum 1:1 (42.) nach einem Freistoß fiel. Doch die Fortuna blieb dran. Nachdem Adem Kaya per Lupfer bereits das 2:0 auf dem Fuß hatte (29.) und Igor Heizmann (52.) sowie Grzegorz Szymanek (59.) knapp scheiterten, brachte ein Joker die Entscheidung: Mate Malenica traf zum erlösenden 2:1 (78.), nachdem Idzan einen präzisen Steilpass gespielt und Grzegorz Szymanek quer gelegt hatte. Fünf Minuten später bereitete Malenica im Luftduell mit VfR-Keeper Julian Roth nach Kayas Flanke das 3:1 vor (83.), das Szymanek per Abstauber gelang.

„Wir haben diesmal sehr guten Fußball gespielt“, lobte Eberhardt, „auch wenn wir den Ball hatten, haben wir sehr konzentriert gestanden und gefährliche Ballverluste vermieden.“ Für Dennis Kirn, den zentralen Mann der Dreierkette, war es ein Sieg der ganzen Mannschaft: „Die Abwehr fängt vorne an, und diesmal hat jeder super mitgearbeitet. Wir haben eine gute Reaktion auf das Ingelheim-Spiel gezeigt.“

Derby ist, wenn ein 4:0 nicht für Ruhe sorgt

Erst sah es so aus, als würde die junge Ingelheimer Mannschaft den erfahrenen Mombachern eine Lehrstunde erteilen. Dann zeigte sich, dass der Vizemeister nie zu früh abgeschrieben werden darf...
 

Ingelheim. Eine Freundschaftsveranstaltung werden Fußballspiele zwischen diesen Vereinen so schnell wohl nicht mehr. Nach einem scheinbar früh entscheidenden Verbandsliga-Derby, das sich gegen Ende der 90 Minuten immer mehr zuspitzte und große Emotionen aufbaute, war nach dem Schlusspfiff im Stadion Am Blumengarten Ende mit dem Teilen des Rasens. Die beiden Mannschaften der SpVgg Ingelheim und Fortuna Mombach trafen sich in weit auseinander stehenden Kreisen und besprachen das 4:3 (3:0) strikt getrennt voneinander.

Lange Zeit sah es während des Spiels so aus, als sei den Gästen in dieser Partie die Rolle des Stimmungsaufhellers für die Gastgeber zugedacht, auf die das Rotweinfest wartete. Drei Ingelheimer Tore hatte Schiedsrichter Daniel Scheuermann schon vor der Pause in seinen Block notiert. Die Gastgeber waren dem Vizemeister nach einer noch eher ausgeglichenen, aber nur kurzen Anfangsphase in allen Belangen überlegen. Nach dem Halbzeitpfiff wartete Mombachs konsternierter Trainer Thomas Eberhardt ab, bis seine Spielerin der Kabine waren. Dann stapfte er mit seinem Kotrainer Daniel Kittl hinterher.

Dicke Wände schützen die Abendruhe

Nun, und dann sollen dem Vernehmen nach die dicken Wände des Funktionsgebäudes im Stadion geholfen haben, die Abendruhe der gesamten Ingelheimer Bevölkerung zu schützen. Dass die Partie am Ende mit einem sogar etwas glücklichen wirkenden Sieg für die Spielvereinigung endete, machte Eberhardt auch nicht mehr froh. Aber trotz der neuerlichen Auswärtsniederlage wollte er auf die „katastrophal schlechte“ erste Hälfte nicht mehr näher eingehen.

Das Comeback seiner Mannschaft trotz der Gegentore vor der Pause durch Jochen Haas (14.), Thorsten Kleber (23.) und Mükkerem Serdar (42.), sowie eines weiteren Rückschlags in Form des 4:0 durch Serdar kurz nach Wiederbeginn (52.) interessierte Eberhardt viel mehr. „Da hat man gesehen, wozu wir in der Lage sind“, sagte er. Diese letzte, engagierte halbe Stunde der Mombacher, die drei Treffer durch Mate Malenica (4:1, 56.), den nach der Pause für Serkan Akinci eingewechselten Adem Kaya (4:2, 75.) und erneut Malenica (4:3, 87.) einbrachte und somit eine hitzige, spannende Schlusssequenz mit offenem Ausgang auslöste, interessierte nun andererseits Jürgen Collet nicht so sehr.

Bei Mombacher Aufholjagd jungenhaft angestellt

Der Ingelheimer Trainer war zu Rotweinfest und Schornsheimer Kerb sehr zufrieden mit einem „hoch verdienten Sieg nach 60 Minuten überlegenen Fußball“, in denen die Mombacher praktisch keine Chance gehabt hätten. Am Eindosen lassen, das schlagartig mit dem ersten Mombacher Treffer einsetzte – trotz dann immer noch eigentlich komfortablen drei Toren Vorsprung – schreibt Collet der jungen Struktur seiner Mannschaft zu: „Da haben wir uns jungenhaft angestellt.“ Vor dem 4:1 hätte seine Mannschaft lediglich die Chance zum 5:0 nutzen müssen – und gar nichts mehr wäre passiert an dem Abend, vermutet der Ingelheimer Trainer.

Gerade nach dem dreitten Treffer der Mombacher, dem nach einem erneuten Gerangel um den Ball im Netz die Gelb-Rote Karte gegen den Torschützen Mate Malenica folgte (87.), waren die Ingelheimer eigentlich wieder auf ziemlich sicherer Seite. Der Fortuna fehlte jetzt der Brecher im gegnerischen Strafraum, also mussten sie noch riskanter alles nach vorne werfen, als es ansonsten der Fall gewesen wäre, hätte da doch noch ein Verwerter langer Bälle gewartet.

Entsprechend ergaben sich für die Gastgeber nun recht klare Kontersituationen, die sie jedoch fast schon kläglich schlecht ausspielten. „Auch da merkte man, dass den Spielern, die da vorne drinstanden, noch die Cleverness fehlt – das müssen sie besser machen“, betonte Collet. Aber mancher Ingelheimer hatte ganz offenbar auch mit seinen Kräften nicht gut genug gehaushaltet und bezahlte dafür gegen Spielende mit Schlaffheit und festgefahrenen Waden.

Ärger über Malenicas Platzverweis

Kein Wunder, dass Eberhardt vermutete, es hätte keine fünf Minuten mehr gedauert, bis seiner Mannschaft auch der Ausgleich gelungen wäre. Ohne die Unterzahl sowieso. Und mit dem Platzverweis gegen seinen Doppeltorschützen war dann auch mal wieder alles zu spät im Verhältnis zwischen ihm und dem Schiedsrichter. Denn SpVgg-Torwart Markus Schröder hatte nicht erst beim für den Platzverweis gegen Malenica entscheidenden Gerangel den Ball vor dem schnellen Aus-dem-Netz-holen durch entsprechenden Körpereinsatz gerettet. „So etwas ist ganz klar eine Gelbe Karte, und dann wäre Schröder genauso vom Platz geflogen“, monierte Eberhardt, der den Schluss der Partie wieder einmal hinter der Barriere erlebte.

Fast hätte die Alles-oder-nichts-Devise, die Eberhardt trotz des klaren Rückstands zur Pause ausgegeben hatte, also tatsächlich Erfolg gehabt. „Wir wollten nach Wiederbeginn ein frühes Tor schießen, aber das hat ja nicht geklappt“, sagte er. Und dennoch, trotz des 0:4, wurde es noch einmal spannend. So konnte der Mombacher Trainer diese bereits fünfte Saisonniederlage ganz gut verkraften. Irgendwie dann doch netter als so ein schnödes 0:1.

Tendenz geht nach oben

 

Fortuna Mombach kehrt nach torlosem Unentschieden mit dem angestrebten Punkt von Jahn Zeiskam zurück.
 

Zeiskam. So ganz sicher schien Thomas Eberhardt sich nicht zu sein, immerhin wies er darauf hin, seine Mannschaft sei die aktivere gewesen und habe mehr Aufwand betrieben als der Gegner. Und dennoch: „Das war ein leistungsgerechtes Ergebnis“, kommentierte der Trainer des Verbandsligisten Fortuna Mombach Muss das 0:0 beim TV Jahn Zeiskam. „Da war ich mit meinem Kollegen Sahin Pita einer Meinung.“

In einer Partie auf gutem Liganiveau hätten der Vorjahreszweite und der Vorjahresdritte vor der Pause je eine gute Torgelegenheit gehabt. Auf der einen Seite scheiterte Adem Kaya an Jahn-Torwart Steffen Hess, auf der anderen Seite rettete Pasquale Patria gegen Christian Liginger. Sein Team sei die Partie taktisch sehr gut angegangen, sagte Eberhardt. „Und wir haben ja nicht gegen den Tabellenfünfzehnten gespielt, sondern gegen Zeiskam…“

Gut hinter den Ball gekommen

Genau deshalb, weil die Gastgeber deutlich stärker einzuschätzen sind als ihr vorletzter Rang suggeriert, habe er mit seiner Mannschaft sowohl vor den Anpfiff als auch in der Halbzeitpause darüber geredet, „dass wir einen Punkt mitnehmen wollen“. Den habe sich das Team auch mehr als verdient. „weil wir in der zweiten Halbzeit viel Druck gemacht haben“, berichtete Eberhardt. „Wir haben agiert, der Gegner hat reagiert und wollte sein Konterspiel aufziehen.“ Das sei angesichts der schnellen Zeiskamer Außenstürmer grundsätzlich zwar immer gefährlich – „aber wir sind gut hinter den Ball gekommen“.

Auf dem in der zweiten Halbzeit extrem tiefen Platz („Mit dem Pausenpfiff kam der große Regen, danach war Zeit für Schraubstollen“) erspielte sich die Fortuna eine leichte Überlegenheit, Ljubo Dragun und Ivan Idzan mit einem Dropkick hatten gute Gelegenheiten zum Führungstreffer. „Dazu hat es nicht ganz gereicht“, bedauerte Eberhardt, der auf Dennis Kirn, Serkan Akinci, Jörg Cevirmeci und kurzfristig auch auf Marcel Kostadinov verzichten musste. „Aber entscheidend war, dass jeder dem anderen geholfen hat und wir als Team aufgetreten sind.“

Wenn man die vergangenen Auswärtspartien in eine Reihe stelle, zeichne sich ein erfreuliches Bild ab. „Die Tendenz geht nach oben“, sagt Thomas Eberhardt. „Jetzt freuen wir uns aufs Derby in Ingelheim.“

Fortuna Mombach: Patria – Eberhardt, Friedel, Dragun, Heizmann (88. Odeh) – Borowski (60. Szymanek), Rudolf, Strohmeier, Idzan – Kaya (80. Ouachchen), Malenica.

Gegentor sorgt für schlechte Laune

VERBANDSLIGA Fortuna Mombach gewinnt 4:1 gegen Offenbach – und ist dennoch unzufrieden

MAINZ - Wer kurz vor dem Ende des Verbandsliga-Fußballspiels zwischen Fortuna Mombach und dem FSV Offenbach auf die Bezirkssportanlage kam, wird kaum das richtige Ergebnis erraten haben. Fortunen-Torwart Pasquale Patria stürmte wutentbrannt vom Feld und lieferte sich währenddessen ein Wortgefecht mit Stürmer Adem Kaya, es gab weder einen Mannschaftskreis noch eine Jubeltraube. Dabei hatten die Mombacher 4:1 gewonnen, eine prächtige erste Halbzeit mit einer 4:0-Führung abgeschlossen – und dann erneut den Faden reißen lassen. „Wir hatten uns vorgenommen, 90 Minuten Gas zu geben und endlich mal zu null zu spielen“, erklärt Verteidiger Marcel Kostadinov. „Heute hat man mal wieder gesehen, dass Fußball Kopfsache ist.“

Der Plan ging 45 Minuten lang auf, als die Fortuna einen dynamischen und entschlossenen Auftritt hinlegte. Samir Ouachchen (10.) legte nach einem langen Ball von Jens Eberhardt im Nachfassen das 1:0 vor. Kaya (21.) erhöhte vom Elfmeterpunkt, nachdem Serkan Akinci gefoult worden war, und legte drei Minuten später nach Akincis flach an die Strafraumgrenze gespieltem Eckball per Direktschuss ins lange Eck das 3:0 nach. Die Pausenführung stellte Igor Heizmann (40.) her, der zunächst gefoult worden war und den fälligen Strafstoß dann verwandelte.

Statt sich den Frust der vergangenen Wochen richtig von der Seele zu schießen, legte die Fortuna nach der Pause jedoch den Schongang ein, sodass Patria einige Male rettend eingreifen musste. Als dann mit Schlusspfiff Daniel Evrard per Abstauber das Ehrentor erzielte, schwoll nicht nur dem Schlussmann der Kamm. Zudem erweckten die Fortuna-Reservisten nicht unbedingt geschlossen den Eindruck, auf einen Teilzeit-Einsatz zu brennen. „Wir haben eben viele Alpha-Tiere in der Mannschaft, das ist immer ein bisschen kompliziert, auch bei Siegen“, sagt Kostadinov. Der Trainer widmete den Erfolg Abteilungsleiter Bernd Stengel: „Hoffentlich freut er sich über seinen Geburtstag heute noch ein bisschen mehr.“ Für das Betriebsklima im Team braucht es indes noch weitere Erfolgserlebnisse.

 

Fortuna Mombach: Patria – J. Eberhardt (83. Uhlig), Friedel, Kirn (58. Kostadinov), Dragun – Akinci, Rudolf, Strohmeier, Heizmann – Ouachchen (58. Borowski), Kaya.

Fortuna Mombach hadert bei 1:2-Niederlage in Mutterstadt mit dem Unparteiischen

MUTTERSTADT - (tor). „Ich rege mich immer wieder auf“, schimpft Thomas Eberhardt am Telefon, „ich sage nichts mehr.“ Dann sagt der Trainer von Fortuna Mombach doch noch etwas. Eine „absolute Frechheit“ sei der Elfmeterpfiff gewesen, den Christopher Kaczmarek fünf Minuten vor Schluss zum 2:1-Siegtreffer des TDSV Mutterstadt in der Fußball-Verbandsliga genutzt hatte.

Bei der Fortuna blickt man zurzeit äußerst kritisch auf die Unparteiischen, und das, wie der neutrale Blick auf das Spielgeschehen bestätigt, in diesem Fall durchaus mit Recht. Ljubo Dragun bekam den Ball aus einem Meter Entfernung an den Arm geschossen. „Das war keine unnatürliche Handbewegung“, betont Mombachs Abteilungsleiter Johann Grabowski, der auch mit zwei Situationen auf der Gegenseite haderte, wo Handspiel-verdächtige Szenen im Mutterstädter Strafraum ungesühnt blieben. Grabowskis Fazit: „Es war ein gutes Spiel, aber der Schiedsrichter hat es entschieden.“

Dzaka trifft für die Gäste

Dana Kader hatte die Heimelf in der 68. Minute mit einem Schuss aus spitzem Winkel in Führung gebracht, Davin Dzaka war acht Minuten später der Ausgleich gelungen. Der Stürmer hatte einen Freistoß von Krystian Borowski über die Linie gedrückt. Darüber hinaus gab es gute Gelegenheiten hüben wie drüben, wobei die Mombacher laut Grabowski zu häufig die letzte Klarheit im Abschluss vermissen ließen.

 

Fortuna Mombach: Patria – Stanczyk (65. Borowski), Dragun, Kostadinov (55. Odeh), Friedel – Akinci, Strohmeier (60. Idzan), Rudolf, Heizmann – Dzaka, Szymanek.