default_mobilelogo

Sie wollen Mitglied werden ?

Nichts einfacher als das. Laden Sie sich die Beitrittserklärung auf Ihren PC und schicken Sie das Formular ausgefüllt und unterschrieben per Post an unsere Geschäftsstelle oder per Fax an 06131-6690810.

WERBUNG

Mombacher Wochenmarkt

Wer ist online!

Aktuell sind 64 Gäste und keine Mitglieder online

Im Partybus nach Oppenheim

Fortuna Mombach feiert den Aufstieg in die Landesliga, ohne selbst auf dem Platz zu stehen

Mombach. „Die Fortuna ist wieder da, nächstes Jahr Landesliga!“ Als der Schiedsrichter das Bezirksliga-Spiel zwischen dem FSV Oppenheim und dem SVW Mainz beendet, schallt der Jubelgesang über den Platz. Angestimmt von den Mombachern, die am Spielfeldrand wild umher hüpfen. Das 1:0 der Oppenheimer entscheidet das Titelrennen, die Fortuna steht als Meister fest und hat den direkten Wiederaufstieg in die Landesliga gepackt.


Erst ins Klubheim, dann in die Mainzer Innenstadt

Während die FSV-Spieler klatschen und dem Primus gratulieren, stapfen die Weisenauer wütend in die Kabine. Über den jubelnden Konkurrenten ärgert sich der Tabellenzweite aber nicht, sondern über einen nicht gegebenen Treffer kurz vor Schluss. Für die Mombacher ist der Abpfiff der Beginn einer langen, ausgelassenen Party-Nacht. Mit dem Vereinsbus düsen sie zurück ins Klubhaus, wo der Kühlschrank rappelvoll gefüllt ist. Dort feiern die Fortunen bis 1 Uhr nachts, ehe sie in die Mainzer Innenstadt weiterziehen. „Das Vereinsheim haben wir komplett verunstaltet“, erzählt Spielertrainer Oliver Schmitt. Und staunt nicht schlecht, als er am nächsten Morgen auf sein Handy schaut und Fotos vom blitzsauberen Klubhäuschen sieht. Kapitän Jonathan Trost, Aaron Brendle und Dominic Szulc haben geputzt – „nicht nur besenrein, sondern auch feucht gewischt.“

Dass die Fortunen in Oppenheim vor Ort sein konnten, hatten sie FSV-Abteilungsleiter Robin Ziegler zu verdanken. „Er war unser Informant“, erklärt Schmitt. Die Mombacher trainieren, als eine Nachricht auf Schmitts Handy aufpoppt. Der Verfolger SVW liegt 0:1 zurück. Doch der Trainer verrät erst einmal nichts. „Sonst hätten die Jungs das Training zu früh abgebrochen.“ Erst nach der Einheit erfahren die Spieler vom Zwischenstand – und eilen nach Oppenheim.

Noch lieber wäre es der Fortuna gewesen, die Meisterschaft selbst einzutüten. „So war es kurios. Wir hätten gerne nach unserem Spiel gefeiert, das ist das Schönste. Mit Bierdusche und Meister shirts.“ Das wird eben beim letzten Heimspiel gegen den VfL Gundersheim nachgeholt, verspricht Schmitt. „Und ich habe gehört, dass eine Meisterschale schon im Umlauf ist.“

Dass sich die Mombacher den Aufstieg verdient haben, steht außer Frage. „Wir haben Qualitätsspieler, die sich in der Bezirksliga nicht heimisch fühlen“, weiß Schmitt. Entscheidend sei aber ausgerechnet eine deftige Niederlage gewesen – das 0:5 beim TSV Zornheim am achten Spieltag. „Wir haben die Liga und die Gegner nicht ernst genommen.“ Anschließend gab es eine Aussprache, die Wirkung zeigte. Die Fortuna ist seitdem ungeschlagen, hat 18 Spiele gewonnen, nur zweimal unentschieden gespielt. Und kehrt damit in die Landsliga zurück.