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Signal für Kicker in Finthen und Mombach

2020 sollen Kunstrasenplätze saniert werden +++ Stadt reagiert auf Spielabsagen
Mainz. Finthen und Mombach statt Bretzenheim und Ebersheim – mit einer Änderung der Prioritätenliste für Kunstrasen-Erneuerungen will die Stadt Mainz auf die Spielabsagen im Amateurfußball vom Saisonstart reagieren. Bislang standen der Kunstrasen in der Bretzenheimer Ulrichstraße und das Kleinspielfeld in Ebersheim oben auf der Agenda. „Doch diese Plätze haben noch etwas Zeit im Verhältnis zu den anderen“, sagte Sportdezernent Günter Beck (Grüne) im Sportausschuss. Es sei ein Signal, dass kommendes Jahr zwei Plätze angegangen werden sollen und nicht, wie in den vergangenen Jahren Usus, nur einer. Die entsprechende Empfehlung beschloss der Sportausschuss einstimmig.


Verblieben ist auf der Prioritätenliste der bereits für dieses Jahr geplante Tennishallen-Neubau auf dem Gelände des DJK Mainzer Sand. Die Kostenprognose liegt bei 930 000 Euro, „die vom Verein aufzubringen sind“, wie es im Mai in der Beschlussvorlage hieß. Allerdings bestehe, so Beck, für den Verein Aussicht auf Förderung. Die Sanierung des Klein- und Großspielfeldes in Finthen ist auf 550 000 Euro beziffert, die Sanierung des oberen Platzes auf der Bezirkssportanlage in Mombach schlägt laut Plan mit 350 000 Euro zu Buche. Die Schließung der 2003 sanierten Plätze in Finthen würde laut Stadt „die Existenz des ortsansässigen Fußballvereins bedrohen“, und von der Stilllegung des 2004 erneuerten Platzes in Mombach wären gleich sechs Vereine mit Trainings- und Spielbetrieb betroffen.
Einer davon ist Fortuna Mombach. „Ich bin positiv überrascht“, sagt Vereinsmanager Mirko Vorih zur geplanten Sanierung. Im Sommer war dort eine Fachfirma angerückt, um die dringendsten Schäden zu flicken. Doch in den Augen der Klubverantwortlichen sah der Platz danach kaum besser aus. Vorih hatte die Schäden dokumentiert und sich ans Sportamt gewendet, um eine Sanierung zu erreichen.

Stadtrat muss überplanmäßige Mittel für Sanierungen bewilligen

Die Erneuerung des 2002/03 errichteten Kunstrasens in Bretzenheim war im Mai von der Stadt noch als „überfällig“ bezeichnet worden, dort kam es zu „Notreparaturen“ durch das Grünamt. Dennoch stößt die Entscheidung des Ausschusses, die am 20. November vom Stadtrat bestätigt werden muss, auf vollstes Verständnis beim SV Bretzenheim 12. „Unser Platz ist auch grenzwertig, aber das Sportamt macht, was es kann“, äußert der sportliche Leiter Thomas Bohland Verständnis für die Bevorzugung der anderen Standorte. Der löchrige Platz in Finthen sei zuletzt bei einem Gastspiel der Zwölfer noch flugs mit Sand bespielbar gemacht worden und ist nach Bohlands Ansicht schon fast gesundheitsgefährdend. Das städtische Budget setze nun einmal Grenzen. Und der Haushaltsplan 2020, der für Kunstrasensanierungen nur 435 000 Euro bereithält, auch. Der Stadtrat müsste also überplanmäßige Mittel bewilligen.
Die Ebersheimer Ortsvorsteherin Anette Odenweller (CDU) zeigte sich im Sportausschuss weniger begeistert von der Rückstufung des 1997/98 gebauten Kleinspielfeldes, dessen Sanierung laut Prognose im Mai mit 220 000 Euro zu Buche schlagen würde. „Dringend notwendig“ sei die Sanierung auch dort. Beck erklärte, es brauche einen „Impuls“ aus dem Stadtteil, etwa in Form von Mittelbereitstellungen aus der Spende, die Ebersheim unlängst zuging.

Künftig kein Gummigranulat mehr auf Kunstrasenplätzen

Unterdessen hat sich die Stadt darauf festgelegt, künftig auf mit Gummigranulat verfüllte Kunstrasen zu verzichten. Stattdessen soll auf „umweltgerechte, bewährte Materialien, zum Beispiel Quarzsand, oder auf neue, umweltgerechte und normierte Technologien“ gesetzt werden. Quarzsand-Verfüllungen seien eine „umweltgerechte und voraussichtlich kostenneutrale Lösung“, würden „hinsichtlich Dämpfungseigenschaften und Spielkomfort jedoch einen Rückschritt“ bedeuten. Hintergrund sind Bestrebungen auf EU-Ebene, Mikroplastik zurückzudrängen. Kork-Sand-Verfüllungen will die Stadt mangels Erfahrungswerten einstweilen nicht nutzen. Seitens der Vereine wird betont, dass Sandverfüllungen einer besonders aufmerksamen Pflege bedürfen, sonst würden die Spielflächen schnell zu „Beton“.