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Am Sonntag kommt zum Derby die TSG Bretzenheim.Anstoss ist um 15:00. Die 2. Mannschaft ist spielfrei.

MOMBACH - Oliver Schmitt hatte eine klare Vorgabe formuliert. „Den Gegner vernichten, dass sie einen Knacks kriegen, das war der Plan“, erzählt der Trainer von Fußball-Landesligist Fortuna Mombach. Und seine Spieler taten das Ihre, besiegten Keller-Konkurrent SV Horchheim mit 7:1 (3:0). Die Wormser sollten nach dem Spiel, so Schmitt, „perplex sein und Angst kriegen, nicht nur vor uns“. Das wird sich zeigen, doch zum Fürchten war der Auftritt des bisherigen Dritt- beim Vorletzten allemal.

Es spielte von Beginn an nur die Fortuna. Die Gäste schoben ihre Viererkette weit hoch, ohne dabei aber Druck auf den Gegner auszuüben. So war es für die Mombacher ein Leichtes, immer wieder vorzugsweise über Außen durchzubrechen. Zwei Mal war Felix Zaucker über links durch, im Zentrum brauchten Takeru Hiyama (14.) und Denis Mavric (31.) nur noch einzuschieben. Nach Mavrics Vorlage schob Kevin Frey die Kugel überlegt ins kurze Eck (41.) – eine 3:0-Pausenführung, die für die Gäste schmeichelhaft war. Und es ging gerade so weiter. Zaucker köpfte die Kugel nach Sergen Yesilyurts Ecke in die Maschen (54.). Nick Debus brach erst über rechts durch, bediente Hiyama am zweiten Pfosten (67.) und flankte dann von links mustergültig auf Samuel Omokaro, der sein erstes Saisontor köpfte (84.). Mit dem ersten Kontakt nach seiner Einwechslung hatte zwischendurch Egzon Sula nach Freys Hereingabe auf 6:1 gestellt (74.).

Die Gäste, weitgehend körperlos und defensiv schwach, spielten nach vorne unverdrossen weiter mit, was zu Marc Blasers Ehrentreffer führte (71.). Doch klar ist, dass die Horchheimer in dieser Verfassung wenig Aussichten haben, den drittletzten Rang gegen die nun punktgleichen Mainzer wieder zu holen. „Schön für uns, dass wir noch im Rennen sind“, sagt Schmitt, „es hätte bei einer Niederlage auch vorbei sein können. Wir sind mit dem Druck gut umgegangen.“

Lawine droht erst ab der Bezirksliga

Beim Kampf um den Klassenerhalt zeichnen sich die ersten Entscheidungen ab

Gundheim. Hier der TSV Gundheim, der SV Guntersblum. Dort der SV Leiselheim. Jetzt, da die Fußball-Saison auf die Zielgerade biegt, „darf“ gezittert werden. Gezittert um eventuell vorhandene Chancen auf den Aufstieg. Noch mehr aber, wenn es um den Verbleib in der Spielklasse geht. Manch ein Klub steht da am Abgrund. Andere sind wohl schon weiter.




Bestes Beispiel dafür ist eben der TSV Gundheim. Mit mageren fünf Pünktchen steht die Mannschaft von Christian Vogel am Tabellenende der Bezirksliga. Der Coach räumt nach einem personellen Aderlass mittlerweile ein: „Wir sind nicht bezirksligatauglich.“ Und der TSV-Trainer klingt damit ganz ähnlich wie Tobias Scheuermann. Dieser trainiert in der A-Klasse den SV Leiselheim – und plant selbst bei momentan zwölf Punkten bereits den Neuanfang in der B-Klasse.

Beide Klubs stehen dabei für den Extremfall. Vielerorts lebt die Hoffnung – und der Blick geht da wie stets nach oben. Nach ganz oben. Schließlich fängt das Malheur alljährlich in Regional- und Oberliga an.

Zu rechnen ist in beiden Ligen mit der Maximalzahl von bis zu sechs Absteigern. Denn weil in der Regionalliga mit Wormatia Worms, TuS Koblenz und Schott Mainz gleich mehrere Vereine aus dem Bereich Rheinland-Pfalz/Saar in der „Verlosung“ sind, der SV Völklingen gar bereits als Absteiger feststeht, sind in der Oberliga mit der TSG Pfeddersheim, dem FV Dudenhofen, SV Gonsenheim und SV Morlautern auch vier Südwestvereine in Gefahr. Unvermeidbar wohl: Zwei, vielleicht sogar drei davon wird es erwischen.

Mit Blick auf Rheinhessen würde eine Lawine deshalb aber noch nicht ins Rollen kommen. Zwar steht in der Verbandsliga mit dem Ludwigshafener SC ein Verein, der in die Landesliga Ost müsste, schon nahezu fest. Zittern muss seitens der „Ost-Klubs“ sonst aber nur Bienwald Kandel, was im Idealfall bedeuten würde, dass es in der Landesliga Ost nur zwei Absteiger geben würde. Einer davon, soviel scheint sicher, wäre Fortuna Mombach oder der SV Horchheim.

Und damit kommen wir in die Bezirksliga Rheinhessen. Zwei Absteiger wird es hier sicher geben. Und für den TSV Gundheim gibt es so eben keine Rettung mehr. Gleiches gilt wohl für den SV Guntersblum – und damit den zweiten Klub aus dem Kreis Alzey-Worms. Denkbar ist freilich, dass es auch einen dritten Absteiger geben muss, falls der Vizemeister der Bezirksliga in den Aufstiegsspielen scheitert. Und sollten gar Mombach und Horchheim aus der Landesliga kommen, würde es in der Bezirksliga sogar vier Absteiger geben. Gefährdet sind da auch die SGE Herrnsheim und der VfL Gundersheim. Es könnte folglich sogar vier Klubs aus dem Kreis Alzey-Worms treffen.

Zwei mindestens, vielleicht vier. Für die A-Klasse bedeutet dies: Unter drei Absteigern kann die Sache gar nicht mehr laufen. Und auch hier droht sogar das Maximum von vier.

Bleibt der Blick auf die B-Klassen im Kreis. Weil in der B-Klasse Worms mit Herrnsheim II und dem SV Guntersblum II zwei Teams abgemeldet wurden, sind zwei „Absteiger“ gefunden. Bei der Suche nach den wohl nötigen Kandidaten drei und vier muss der Blick nach Alzey gehen, wo Armsheim II und der SV Bechtolsheim am Abgrund stehen. Als „Schlusslicht“ in Worms müsste TuS Neuhausen II nur dann absteigen, wenn tatsächlich vier Teams aus der A-Klasse runter kämen. Einen fünften Absteiger aus den B-Klassen würden die Tabellen-14. ausspielen.

aus der AZ Mainz

Das vorgezogene Endspiel

Von Clara Mohr

LANDESLIGA Durch einen Sieg gegen Horchheim könnte Mombach mit dem Nachbarn im Keller gleichziehen

MOMBACH - Es wird die Vorentscheidung im Kampf um den Klassenerhalt für Fortuna Mombach sein. Beim direkten Duell der Tabellennachbarn auf der Bezirkssportanlage am Mittwochabend (19 Uhr) gegen den SV Horchheim geht es darum, mit dem Kontrahenten nach Punkten gleichzuziehen. Bei einer Niederlage ist der Abstieg in die Bezirksliga kaum noch zu verhindern. Die Wichtigkeit des Spiels hört man auch bei Fortuna-Trainer Oliver Schmitt heraus: „Wir müssen gewinnen. Wenn wir verlieren, sieht es für uns sehr düster aus.“ Gewinnen sie, wird das Ziel sein, den 14. Tabellenplatz der Landesliga Ost zu halten. Selbst dann muss Mombach hoffen, dass lediglich zwei Mannschaften absteigen müssen.

„Nach der Niederlage am vergangenen Sonntag gegen Schifferstadt war die Mannschaft erstmal niedergeschlagen. Jetzt ist die Stimmung wieder völlig okay, im Training machen wir Späße und haben unserem Kapitän Marcus Nungesser ein Geburtstagsständchen gesungen.“ sagt Schmitt. Gegen Horchheim soll sich seine Mannschaft nun von der ersten Halbzeit an von ihrer guten Seite zeigen und die zuletzt eher schlechte Qualität im Torabschluss steigern. „Die Chancen sind da, jetzt müssen wir hoffen, dass die Stürmer einen guten Tag haben und die Buden machen“, sagt Schmitt.

Am Mittwoch um 19:00 kommt es zum voraussichtlichen Abstiegsderby gegen den SV Horchheim.